DER VIERTE KREUZZUG

 

Es hatte alles so hoffnungsvoll begonnen. Papst Innozenz III. (1198-1216) hatte zum Kreuzzug zur Befreiung Jerusalems aufgerufen, das 1187 von den Seldschuken eingenommen worden war. Um die Truppen ins Heilige Land zu bringen, setzte man auf die Unterstützung Venedigs, der größten Seemacht dieser Zeit. Die gierigen Venezianer waren dazu bereit, wenn sie das Kreuzfahrerheer für ihre Zwecke nutzen konnten: Der Preis für die Überfahrt war die Rückeroberung der Stadt Zadar (heute Kroatien) an der Adria, die von Venedig abgefallen war. Der Papst protestierte, drohte mit dem Kirchenbann über die Lagunenstadt,

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