VON PIACENZA NACH CLERMONT: DER AUFRUF ZUM KREUZZUG

 

Um ihrem Ersuchen größeren Nachdruck zu verleihen, hoben denn wohl auch die kaiserlichen Gesandten, die sich auf dem Konzil von Piacenza im März 1095 einfanden, besonders die religiöse Komponente hervor. Da es 1054 unter anderem wegen dogmatischer Streitigkeiten zum Schisma zwischen den Kirchen Roms und Konstantinopels gekommen war, scheinen sie nicht nur erneut die Kirchenunion, die dem Papst ein Anliegen war, in Aussicht gestellt, sondern auch betont zu haben, dass westliche Hilfe für die östliche Christenheit angesichts der — klug vor­geschobenen — Bedrohung durch die Muslime dringend not tue. Der theologischen und emotionalen

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