Kreuzzüge

KREUZFAHRER

Der souveräne militärische und Krankenpfleger-Orden des hl. Johannes zu Jerusalem, zu Rhodos und zu Malta ist der älteste Ritterorden und der drittälteste geistliche Orden der christlichen Welt. Er ist uns als einziges unmittelbar aus der Zeit der Kreuzzüge erhalten geblieben.

Fast zwei Jahrhunderte lang — von 1096 bis 1291 ergossen sich in großen, aufeinanderfolgenden Wellenbewegungen Europäer in die Länder um das östliche Mittelmeer; in erster Linie, um das Heilige Land von den Moslems zurückzuerobern und um dann zu versuchen, es samt anderen umliegenden Gebieten als christliches Territorium zu

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EWIGER KRIEG

Der Fall von Edessa, jener alten christlichen Stadt, die man »Perle von Mesopotamien« nannte, trug in hohem Maße dazu bei, dass es zum 2. Kreuzzug im Jahre 1148 kam. Er wurde ein völliger Fehlschlag. Das deutete bereits auf das hin, was in den nächsten Jahren bevorstand. Die lateinischen Königreiche im Orient würden sich nie halten können, wenn sich die Moslems zusammenschlossen und wie eine gewaltige Flutwelle über sie hereinbrandeten. Dazu bemerkte Sir Ernest Barker: »... das schmähliche Fehlschlagen eines Kreuzzuges, der von zwei Königen geleitet wurde (Der deutsche König Konrad

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DIE KREUZZÜGE

 

Kein Thema in der 2000jährigen Geschichte des Christentums ist von so aktueller politischer Brisanz wie die Kreuzzüge, und nur wenige Themen sind so sehr von Vorurteilen belastet. Sie erscheinen als eine Vorwegnahme des „Zusammenpralls der Zivilisationen", den der US-Politologe Samuel P. Huntington 1993 postulierte und der seit den Ereignissen des 11. Septembers 2001 bittere Wahrheit geworden zu sein scheint. Daran, dass die Wurzeln des heutigen Konfliktes zwischen der islamischen Welt und dem Westen in den Kreuzzügen des Mittelalters liegen, lässt zumindest die Rhetorik der Islamisten keinen Zweifel. So nennt sich die Terrororganisation al-Qaeda

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KÖNIGREICH DER HIMMEL ...

 

Während des ersten Kreuzzuges ist Jerusalem 1099 von den Kreuzrittern erobert worden. Gottfried von Bouillon ist das erste Staatsoberhaupt des Königreichs Jerusalem. Er lehnt den ihm angetragen Titel des Königs von Jerusalem mit dem Verweis auf die Leiden Christi in der Stadt ab. Er ernennt sich zum Schützer des Heiligen Grabes.

Die Regentschaft über das Königreich Jerusalem, welches sich nicht nur auf das Stadtgebiet von Jerusalem beschränkt, hat Gottfried von Bouillon nicht lange inne. Er stirbt bereits 1100.

Auf Gottfried von Bouillon

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DAS MASSAKER VON JERUSALEM

 

Als die Kreuzritter schließlich am 15. Juli 1099 nach fünfmonatiger Belagerung Jerusalem einnahmen, richteten auch sie ein Blutbad an. „Man musste sich seinen Weg über die Leichen von Menschen und Pferden bahnen ... in Salomos Tempel und in der königlichen Halle ritten die Soldaten bis zu den Knien und dem Zaumzeug in Blut", berichtet ein Chronist. „Dann begaben sich die Geistlichen und Laien zum Grab des Herrn und seinem ruhmreichen Tempel, sangen dem Herrn mit vor Freude bebender Stimme ein neues Lied, brachten ihm Gaben und demütiges Flehen dar und besuchten voll Freude

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