DIE KIRCHENSPALTUNG

 

In Konstantinopel dagegen herrschte jetzt das Chaos. Gerade hatte ein Kaiser, Leo III. „der Isaurier" (717-741), in einem Anfall von Fanatismus zur Zerstörung der Ikonen Christi, der Gottesmutter und der Heiligen aufgerufen, die in der Kaiserstadt bislang so inbrünstig verehrt wurden. Wahrscheinlich war der gebürtige Syrer von der Bilderfeindlichkeit des Islam beeinflusst, doch er berief sich auf das Alte Testament, das biblische Gebot, man solle sich von Gott kein Bildnis machen. Entschieden protestierte der Patriarch, der die Bilderverehrung verteidigte: Gott ist in Jesus Christus Mensch geworden, also hat er eine darstellbare

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