DAS SIEBZEHNTE JAHRHUNDERT

Obwohl die Beziehungen zwischen Rittern und Maltesern fast immer ein wenig distanziert waren, kann es keinen Zweifel darangeben, dass die maltesischen Inseln unter der autokratischen Fremd­herrschaft blühten wie nie zuvor. Malta, vormals ein »unbekanntes Felseneiland«, eine unbedeutende Inselgruppe, deren Bewohner einen arabischen Dialekt aus dem 10. Jahrhundert sprachen, wurde einer der berühmtesten Plätze des Mittelmeers. Da es Sitz der reichsten und mächtigsten Bruderschaft Europas war, deren Großmeister miteinan­der darum wetteiferten, wer die herrlichsten Monumente hinterließ, entwickelte sich Malta zu einem wahren Schatzkästlein der Baukunst. Springbrunnen glitzerten an den Straßenecken,

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