GEISTLICHES UND ADELIGES SELBSTVERSTÄNDNIS

Die Mitglieder geistlicher Ritterorden lebten grundsätzlich in einer Doppelexistenz, die schon Bernhard von Clairvaux mit seiner Schrift «Über das Lob der neuen Ritterschaft» zu vereinen gesucht hatte. Beim Eintritt in die Gemeinschaft gelobten sie Armut, Keuschheit und Gehorsam, leisteten also die mönchischen Gelübde, zugleich gingen sie daran, die Stiftungsaufgaben zu erfüllen, insbesondere die des «Heidenkampfes». Die ursprüngliche Verpflichtung, der Hospitaldienst und die Fürsorge für Pilger, Arme und Kranke, blieb bei den Johannitern darüber hinaus weiter bestehen. Im Verständnis der Zeit lagen diese Tätigkeitsfelder nicht so

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