Johanniter

DER URSPRUNG DES ORDENS

»Von Anfang an gab es in der Kirche Männer und Frauen, die durch die Befolgung der Evangelischen Räte Christus in größerer Freiheit nachzufolgen und ihn ausdrücklicher nachzuahmen verlangten und die — jeder auf seine Weise — ein Leben führten, das Gott geweiht war« (II. Vatikanisches Konzil, Dekret über die Erneuerung des Ordenslebens, Perfectae Caritatis (PC), Nr. 1).

Im Nachfolgeruf Jesu Christi, der von glaubenden Menschen beantwortet wird, konkretisiert und erneuert sich Gottes Bund mit den Menschen. Im Alten Bund wurden Noah, Abraham und Israel aus ihrem eigenen Leben und Denken

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GELEHRTE UND MÄZENE

Im Gegensatz zu den Bettelorden waren die Ritterorden keine Institutionen, bei denen Bildung im Zentrum stand. Unter den zahlreichen Priesterbrüdern fanden sich kaum Intellektuelle, und mindestens einige Ritterbrüder waren illiterat oder konnten bestenfalls lesen. Eine gewisse Ausnahme bildete das böhmische Priorat, wo der Orden im 14. Jahrhundert wenigstens zwölf Schulen unterhielt. Für das Jahr 1373 sind allein für Strakonice 35 Scholaren nachgewiesen und für Prag 27, die als Ministranten und für den Chorgesang ausgebildet wurden. Verbindungen zu den Universitäten waren die Ausnahme. So wurden den Johannitern in Toulouse Stiftungen dafür übertragen,

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DAS ENGAGEMENT IM HEILIGEN LAND BIS 1187

Der Besitz im Westen bildete die wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Johanniter auch im Heiligen Land eine immer wichtigere Rolle spielten. Zusammen mit den Templern stellten sie seit dem späteren 12. Jahrhundert den Kern der Heere des Königreiches Jerusalem. Neben Ordensrittern und Sergeanten setzten sie dafür Turkopolen, leicht gerüstete Bogenschützen zu Pferd, sowie Aufgebote aus den von ihnen beherrschten Siedlungen ein.

Dabei übernahmen die Johanniter in wachsendem Maße grundherrliche Aufgaben. Das zuvor übertragene Beit Jibrin wurde 1158 durch muslimische Gegner zerstört und musste neu aufgebaut werden. Die

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DIE MALTESER RITTER

Gemäß dem Leitsatz des Ordens: "Tuitio fidei et obsequium pauperum" (Wahrung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen).

Der Gründer des Ordens, der Selige Gerardo kümmerte sich in der Bruderschaft des Heiligen Johannes im 12. Jahrhundert um Pilger in Jerusalem. Auf diese Gemeinschaft führt sich der Malteserorden zurück. Die Malteser Ritter haben aber auch eine blutige Vergangenheit. Heute haben sie einen eigenen Staat und eigene Diplomatenpässe und eigene KFZ Kennzeichen. Unbeachtet

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DIE HOSPITALITER

Als geistlicher Ritterorden dem des Tempels an Alter um weniges nachstehend, ist der «Orden St. Johannis vom Spital zu Jerusalem», als Orden überhaupt älter. Er ist der einzige geistliche Ritterorden, der sich unmittelbar aus einem Mönchsorden gebildet hat. Dieser letztere wurde um die Mitte des 11. Jahrhunderts in Jerusalem von einem Kaufmann aus Amalfi nach der Benediktinerregel gegründet und später neben seinem Kloster ein Hospital zur Verpflegung von Pilgern und zu Ehren Johannes des Barmherzigen errichtet, welches seit dem Beginne der

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