DAS LEBEN IM DEUTSCHORDENSHAUSE

Die Ritterorden wollten Rittertum und Mönchtum so vereinigen, dass der Ritter zugleich Mönch ward. Daher war das Leben in den Ordenshäusern, solange die Zucht blühte, durchaus mönchisch. Infolgedessen nahm das Gebet, in den kirchlichen Tagzeiten zusammengefasst, die erste Stelle im Tagewerk ein, sowohl im Ausmaße wie in der Tageseinteilung. Das kirchliche Offizium beanspruchte, wenn ganz gesungen, wie in den größeren Häusern Vorschrift war, sicherlich sieben Stunden des Tages. Es war auf den ganzen Tag nach Art der altrömischen Tageseinteilung derart verteilt, dass von Mitternacht an jede dritte Stunde

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